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LAG Freiwilligendienste M‑V
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Wahlprüfsteine zur Landtagswahl

Die Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste M‑V hat sich im Vorfeld der kommenden Landtagswahlen mit einem Fragenkatalog an die demokratischen Parteien gewandt.

Freiwilligendienste leisten einen zentralen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur demokratischen Bildung und zur persönlichen Entwicklung junger Menschen. In Mecklenburg-Vorpommern übernehmen sie zudem eine zentrale Rolle für die Stabilität sozialer, kultureller, ökologischer und bildungsbezogener Strukturen – insbesondere in einem Flächenland mit besonderen demografischen Herausforderungen.

Gleichzeitig stehen Freiwilligendienste aktuell vor erheblichen strukturellen und politischen Herausforderungen, etwa im Hinblick auf ihre finanzielle Ausstattung, die Zugangsgerechtigkeit für junge Menschen sowie mögliche künftige gesetzliche Regelungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

Vor diesem Hintergrund haben wir einen kurzen Fragebogen entwickelt, mit dem wir die Positionen der Parteien zu zentralen Fragestellungen der Freiwilligendienste erfassen möchten. Ziel ist es, die Perspektiven der Parteien sichtbar zu machen, zur öffentlichen Orientierung beizutragen und eine fundierte Grundlage für den politischen Austausch in der kommenden Legislaturperiode zu schaffen.

Q1

Welche Bedeutung messen Sie Freiwilligendiensten (z. B. FSJ, FÖJ, BFD) für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung und Fachkräftesicherung in Mecklenburg-Vorpommern bei, und welche Rolle sollen sie aus Ihrer Sicht in der Landespolitik einnehmen?

Antworten der Parteien

CDU

Ein hohe Bedeutung, gerade in der aktuellen Zeit sind sie wichtiger denn je. Sie geben jungen Menschen die Möglichkeit beruflicher Erstorientierung und Erfahrungsgewinne durch das Verlassen des gewohnten Umfeldes. Auf der anderen Seite profitiert die Gesellschaft von ihnen. Wir wollen daher den Freiwilligendiensten auf Landesebene einen deutlich höheren Stellenwert geben, als dies bislang der Fall gewesen ist.

FDP

Freiwilligendienste leisten einen wichtigen Beitrag für gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Bildung und persönliche Orientierung junger Menschen. Sie stärken Verantwortungsbewusstsein, vielfältige Kompetenzen und ermöglichen wertvolle Erfahrungen über schulische Bildungswege hinaus. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen großen ländlichen Räumen übernehmen Freiwilligendienste zudem eine wichtige Funktion für soziale Infrastruktur, Kultur, Bildung und Ehrenamt. Für viele junge Menschen sind sie ein erster Zugang zu gesellschaftlichem Engagement. Wir als FDP Mecklenburg-Vorpommern verstehen Freiwilligendienste als freiwilliges Bildungs- und Orientierungsangebot. Freiwilligkeit bleibt für uns zentral. Wir lehnen verpflichtende Gesellschafts- oder Pflichtdienste ab. Statt Zwang braucht es attraktive Rahmenbedingungen, attraktive Angebote und echte Wahlfreiheit.

Die Linke

Freiwilligendienste haben einen hohen gesellschaftlichen Wert. Sie tragen zum Gemeinschaftsgefühl und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Außerdem leisten sie einen Beitrag zur Bildungslandschaft und nicht zuletzt zur persönlichen Entwicklung von jungen Menschen. Sie verdienen höchsten politischen und gesellschaftlichen Respekt. Für junge Menschen bieten FSJ, FÖJ und BFD einzigartige Räume, um eigene Talente zu entdecken, Selbstwirksamkeit zu erfahren und sich persönlich weiterzuentwickeln. Dieses Engagement prägt Biografien nachhaltig. Mit Blick auf die Fachkräftesicherung können Freiwilligendienste durchaus die Möglichkeit bieten, junge Menschen nach dem Schulabschluss in der Region zu halten, ihnen berufliche Perspektiven vor Ort aufzuzeigen und sie für soziale, ökologische oder kulturelle Berufsfelder zu begeistern.

BSW

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Q2

Welche Verantwortung sehen Sie für das Land Mecklenburg-Vorpommern bei der langfristigen finanziellen Absicherung der Freiwilligendienste, und welche Maßnahmen streben Sie konkret an?

Antworten der Parteien

CDU

Wir wollen für die Finanzierung der Freiwilligendienste mehr Planungssicherheit erreichen. Kürzungsdebatten auf Bundesebene haben in der Vergangenheit immer wieder für Unsicherheit gesorgt.

FDP

Die langfristige Finanzierung der Freiwilligendienste muss planbar und unbürokratisch ausgestaltet werden. Dabei sehen wir Bund und Länder gemeinsam in der Verantwortung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, bestehende Strukturen abzusichern und Planungssicherheit für Träger zu schaffen. Gleichzeitig ist aus unserer Sicht entscheidend, Förderstrukturen zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen, damit sich Träger stärker auf pädagogische Arbeit und Begleitung konzentrieren können.

Die Linke

Wir sehen hier eine geteilte, aber klare Verantwortung. Primär liegt die gesetzliche und finanzielle Pflicht zur Ausfinanzierung der Freiwilligendienste beim Bund – und hier werden wir als Linke auch weiterhin den Druck aufrechterhalten. Wir als Land können die Angebote machen, bedarfsgerecht anpassen oder auch bei der Organisation unterstützen. Es ist kein Geheimnis, dass die Haushaltsaufstellungen im Land von engen Spielräumen geprägt sind und viele wichtige Themen um Mittel konkurrieren. Dennoch hat unsere Landtagsfraktion Ende vergangenen Jahres bewiesen, dass uns die Jugendpolitik wichtig ist, indem wir einen massiven Mittelaufwuchs im Bereich der Jugendarbeit und der politischen Bildung durchsetzen konnten – trotz Haushaltsdefizit. Perspektivisch wollen wir diesen Weg weitergehen und könnten uns vorstellen, im Rahmen der Haushaltsaufstellung auch die Freiwilligendienste über den bestehenden Rahmen hinaus zu unterstützen, um sich nicht allein auf den Bund zu verlassen. Hierzu zählt dann auch eine Dynamisierung der Mittel, damit Kostensteigerungen nicht zu Platzabbau führen.

BSW

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Q3

Wie bewerten Sie den aktuellen Bedarf an Freiwilligendienst-Plätzen in Mecklenburg-Vorpommern, und wie kann das Land aus Ihrer Sicht zum bedarfsgerechten Ausbau und zur Stabilisierung der Platzkapazitäten beitragen?

Antworten der Parteien

CDU

Eine verlässliche Finanzierung ist die Grundlage für die Anzahl bedarfsgerechter Plätze. Das war bislang nicht immer gegeben, sodass die Nachfrage und die Platzkapazitäten Schwankungen unterlagen. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken. Wer sich im Freiwilligendienst engagieren möchte, muss auch in seinem Interessengebiet und zumutbarer Entfernung zum Wohnort einen Platz unkompliziert finden können.

FDP

Die Nachfrage nach Freiwilligendiensten übersteigt vielerorts die vorhandenen Plätze. Das zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich gesellschaftlich einzubringen. Wir Freie Demokraten unterstützen deshalb einen bedarfsgerechten Ausbau der Platzkapazitäten.

Die Linke

Hierzu liegen uns keine spezifischen Daten für Mecklenburg-Vorpommern vor. Auch auf Nachfrage beim Sozialministerium konnten uns leider keine Daten gegeben werden, lediglich die Info, dass in der vergangenen Oktobersitzung Ihrer LAG darauf hingewiesen wurde, dass die Bewerberlage insgesamt gut war und die Anzahl der Plätze übertroffen hat. Es freut uns sehr, dass das Interesse an diesen wichtigen Diensten so hoch ist! Um den genauen Bedarf und regionale Lücken, insbesondere im ländlichen Raum, exakt zu identifizieren, braucht es eine systematische Erhebung. Da Sie als LAG die Expert:innen an der Basis sind: Wenn Ihnen hierzu Erhebungen vorliegen, freuen wir uns über jeden Datenaustausch, um das Thema im Parlament gemeinsam mit unserer Landtagsfraktion gezielter vorantreiben zu können. Unser politisches Ziel als Linke lautet immer: Jede Bewerbung in M‑V muss ein Angebot finden. Dafür muss das Land gemeinsam mit den Trägern die Kapazitäten bedarfsgercht stabilisieren und insbesondere im ländlichen Raum das Angebot durch gezielte Förderung ausbauen.

BSW

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Q4

Befürworten Sie eine stärkere finanzielle Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern an den Freiwilligendiensten? Wenn ja, in welcher Form und mit welchen Zielen?

Antworten der Parteien

CDU

Ja, oberste Zielstellung muss die Verlässlichkeit der Finanzierung sein. Wir können uns daher vorstellen, dass das Land eine Finanzierungszusage für (drohend) wegfallende Bundesmittel gibt. Darüber hinaus sprechen wir uns für eine gesonderte Landesförderung für den Freiwilligendienst in der Pflege aus.

FDP

Ja, wir befürworten eine angemessene Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern an der Unterstützung von Freiwilligendiensten. Ziel sollte sein, bestehende Angebote zu bedarfsgerecht zu stabilisieren, Zugangshürden zu senken und die Attraktivität der Dienste zu erhöhen. Besonders wichtig sind dabei Maßnahmen, die jungen Menschen unabhängig vom Einkommen ihrer Familie eine Teilnahme ermöglichen.

Die Linke

Ja, eine stärkere und vor allem zielgerichtete finanzielle Beteiligung des Landes halten wir für absolut sinnvoll. Auch wenn der Bund in der Hauptverantwortung bleibt, darf das Land nicht wegschauen. Unser Ziel ist es, Landesmittel dort einzusetzen, wo sie die größten Effekte erzielen können. Dabei ist es wichtig, entsprechend einer Bedarfsanalyse (siehe vorangegangene Frage) zielgerichtet dort, wo hohe Bedarfe sind, zu unterstützen. Unser Ziel als Linke is hierbei immer die Unterstützung von jungen Menschen, damit diese die Angebote erhalten, die sie möchten.

BSW

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Q5

Welche Maßnahmen planen Sie auf Landesebene, um Freiwilligendienste für alle jungen Menschen zugänglich zu machen – unabhängig von sozialer, finanzieller oder schulischer Herkunft?

Antworten der Parteien

CDU

Planungssicherheit bei der Finanzierung der Freiwilligendienst ist die wichtigste Maßnahme. Darüber hinaus wollen wir die Freiwilligendienste noch bekannter im Land machen, z.B. über den Ort Schule oder die Eltern.

FDP

Freiwilligendienste müssen grundsätzlich allen jungen Menschen offenstehen, unabhängig von Herkunft, Bildungsweg oder finanzieller Situation. Für die FDP Mecklenburg-Vorpommern ist Chancengerechtigkeit dabei ein zentrales Anliegen. Gesellschaftliches Engagement darf nicht davon abhängen, wie viel Geld die Eltern haben oder ob junge Menschen in einer Stadt oder im ländlichen Raum leben. Dafür braucht es aus unserer Sicht bessere Informations- und Beratungsangebote, mehr Sichtbarkeit an Schulen sowie unbürokratische Bewerbungsverfahren. Gleichzeitig müssen bestehende Hürden insbesondere im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern stärker berücksichtigt werden. Hohe Fahrtkosten, eingeschränkte Mobilität oder fehlender Wohnraum dürfen junge Menschen nicht davon abhalten, einen Freiwilligendienst zu leisten. Deshalb setzen wir uns für bessere Unterstützung bei Mobilität und Wohnen sowie für angemessene finanzielle Rahmenbedingungen ein. Außerdem halten wir es für wichtig, Freiwilligendienste stärker auch für junge Menschen mit Behinderungen oder besonderen Unterstützungsbedarfen zugänglich zu machen. Entscheidend ist für uns, dass Freiwilligendienste echte Teilhabe ermöglichen und allen jungen Menschen die Chance geben, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und persönliche Erfahrungen zu sammeln.

Die Linke

Freiwilliges Engagement darf niemals eine Frage des Geldbeutels der Eltern sein! Deshalb sollten Freiwilligendienste von der Vergütung so ausgestattet sein, dass die finanzielle Situation keine Zugangshürden darstellt. Hier sehen wir definitiv den Bund in der Verantwortung. Wir fordern deshalb ein existenzsicherndes Taschengeld, das sich an der BAföG-Höchstrate orientiert. Zudem müssen Unterkunfts- und Fahrtkosten voll erstattet oder gestellt werden. Nur so öffnen wir die Dienste für Jugendliche aus einkommensarmen Haushalten und bauen soziale Barrieren ab.

BSW

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Q6

Wie positionieren Sie sich zur Rolle der Freiwilligendienste im Kontext der aktuellen Wehrdienst- und Gesellschaftsdienstdebatten, und welche Haltung soll Mecklenburg-Vorpommern hierzu auf Bundesebene vertreten?

Antworten der Parteien

CDU

Zunächst wollen wir die Freiwilligendienste weiter stärken. Perspektivisch befürworten wir die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres.

FDP

Die FDP Mecklenburg-Vorpommern steht für die Freiwilligkeit gesellschaftlichen Engagements. Wir lehnen verpflichtende Gesellschafts- oder Zivildienste ab. Freiwilligendienste entfalten ihren gesellschaftlichen und persönlichen Wert gerade dadurch, dass junge Menschen sich bewusst und eigenverantwortlich dafür entscheiden. Verpflichtung ersetzt keine Motivation und kein echtes Engagement. Gleichzeitig erkennen wir an, dass unsere Gesellschaft auf Engagement, Resilienz und demokratischen Zusammenhalt angewiesen ist. Deshalb wollen wir Freiwilligendienste attraktiver machen.

Die Linke

Wir als Linke lehnen jede Form von Zwangsdiensten ab, hierzu zählen eine reaktivierte Wehrpflicht genauso wie verpflichtende Gesellschaftsdienste. Junge Menschen sollten selbstbestimmt über ihre Lebensgestaltung und ihre Zeit entscheiden, nicht der Staat. Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement sollten immer auf Freiwilligkeit beruhen. Anstatt über Zwang und Verpflichtung zu debattieren, muss der Staat die Attraktivität der Freiwilligkeit durch bessere Bedingungen (Taschengeld, Anerkennung) erhöhen. M‑V sollte sich dementsprechend im Bundesrat konsequent gegen eine neue Wehrpflicht oder Dienstpflicht positionieren.

BSW

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Q7

Welche landespolitischen Maßnahmen sehen Sie, um die Attraktivität von Freiwilligendiensten zu erhöhen – etwa durch Anerkennung, Mobilität, Beratung, Wohnraumsituation oder flankierende Unterstützungsangebote?

Antworten der Parteien

CDU

Wir wollen, dass freiwilliges Engagement künftig stärker bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt wird und etwa auf die Wartezeit positiv angerechnet wird.

FDP

Um Freiwilligendienste attraktiver zu machen, braucht es aus unserer Sicht konkrete Verbesserungen im Alltag der Freiwilligen. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern spielen Mobilität, Erreichbarkeit und Wohnraumsituation eine entscheidende Rolle. Hohe Fahrtkosten oder fehlende Unterkunftsmöglichkeiten dürfen kein Hindernis für gesellschaftliches Engagement sein. Deshalb setzen wir uns für bessere Unterstützungsangebote in diesen Bereichen ein. Darüber hinaus braucht es eine stärkere gesellschaftliche und institutionelle Anerkennung von Freiwilligendiensten. Die während eines Freiwilligendienstes erworbenen Kompetenzen sollten bei Ausbildung, Studium und Bewerbungsverfahren stärker berücksichtigt werden. Freiwilligendienste vermitteln Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und praktische Erfahrungen, die für den weiteren Lebensweg junger Menschen wertvoll sind.

Die Linke

„Ehrenamt ist ehrenwert“ – dies gilt für sämtliches Engagement, auch für die Freiwilligendienste. Wer sich für die Gesellschaft engagiert, sollte immer Anerkennung erhalten. Dies kann in Form von Ehrungen, Vergünstigungen etc. ausgestaltet werden. Mobilität wäre eine landespolitische Maßnahme, die wir hier priorisieren würden. Konkret bedeutet das, dass Menschen in Freiwilligendiensten einen vergünstigten Zugang zu Mobilität erhalten sollten, vergleichbar mit dem Azubi-Ticket. Beim Thema Wohnraum haben wir intern lange und intensiv diskutiert. Einen exklusiv privilegierten Zugang zu regulärem Wohnraum halten wir auf dem ohnehin stark angespannten Wohnungsmarkt für schwierig, da wir Wohnen als Grundrecht für alle Menschen verstehen und soziale Gruppen nicht gegeneinander ausspielen wollen. Was wir uns jedoch als sehr konkrete und zielführende Maßnahme vorstellen können, ist die Schaffung und Bereitstellung von vergünstigten, geförderten Wohnheimplätzen für junge Menschen im Freiwilligendienst.

BSW

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Q8

Welche Schritte wollen Sie unternehmen, um die gesellschaftliche Anerkennung und öffentliche Sichtbarkeit von Freiwilligendiensten in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken?

Antworten der Parteien

CDU

Eine landesweite Kampagne mit einem einheitlichen Label würde die Sichtbarkeit der Freiwilligendienste im Land deutlich erhöhen und in beide Richtungen positive Strahlkraft erzeugen.

FDP

Freiwilligendienste verdienen deutlich mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Das Land sollte gemeinsam mit Trägern, Schulen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren dafür sorgen, dass junge Menschen frühzeitig über Möglichkeiten informiert werden und Engagement sichtbarer wird. Wir halten insbesondere Kooperationen mit Schulen, digitale Informationsangebote sowie öffentliche Anerkennungsformate für sinnvoll. Freiwilliges Engagement stärkt unsere demokratische Gesellschaft und verdient Respekt und Unterstützung.

Die Linke

Um die Sichtbarkeit der Freiwilligendienste spürbar zu erhöhen, sollten wir dorthin gehen, wo die jungen Menschen sind. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Freiwilligendienste eine viel festere und prominentere Rolle in der schulischen und außerschulischen Berufsorientierung einnehmen. Infomaterialien, gezielte Kampagnen und Kooperationen mit Schulen, Sportvereinen und Kulturzentren sind hier ein wichtiger Weg. Auch die Möglichkeit, dass im Rahmen der Berufsorientierung eine stärkere Einbeziehung der Freiwilligendienste stattfinden könnte, halten wir für einen gangbaren Weg für mehr Sichtbarkeit. Auch die Anerkennung kann hier eine Rolle spielen, etwa über öffentlichkeitswirksame Ehrungen. Da Sie die Bedarfe der Praxis am besten kennen, sind wir für weitere innovative Vorschläge, wie wir die Sichtbarkeit gemeinsam stärken können, jederzeit offen und dankbar.

BSW

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Q9

Wie möchten Sie den regelmäßigen Austausch zwischen Politik, Trägern und Freiwilligen auf Landesebene gestalten, um die Freiwilligendienste kontinuierlich weiterzuentwickeln und an aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen anzupassen?

Antworten der Parteien

CDU

Ein regelmäßig tagender Runder Tisch wäre das richtige Instrument, um den Austausch und die stetige Weiterentwicklung zu fördern.

FDP

Eine gute Weiterentwicklung der Freiwilligendienste gelingt nur im regelmäßigen Dialog zwischen Politik, Trägern, Einsatzstellen und Freiwilligen selbst. Wir unterstützen deshalb einen kontinuierlichen Austausch auf Landesebene. Die Erfahrungen der Träger und insbesondere der jungen Freiwilligen sollten stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Gerade weil gesellschaftliche Herausforderungen und Lebensrealitäten junger Menschen sich verändern, braucht es flexible und praxisnahe Weiterentwicklungen der Freiwilligendienste.

Die Linke

Uns ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Politik, Trägern und (jungen) Freiwilligen immer wichtig. Wir wollen Politik mit den Menschen machen, nicht über ihre Köpfe hinweg. Im parlamentarischen Raum haben sich bestimmte Formate etabliert, beispielsweise parlamentarische Abende, Fachgespräche in Ausschüssen oder auch einfach ein Besuch bei den Fraktionen. Um vor allem die Perspektiven der jungen Freiwilligen direkt einzubinden, sehen wir die Träger in einer wichtigen Brückenfunktion. Wir könnten uns beispielsweise eine feste, regelmäßige Arbeitsgruppe oder ein jährliches Dialog-Format vorstellen, um Probleme direkt zu besprechen und Anpassungen zügig auf den Weg zu bringen. Wir sind sehr gespannt darauf, welche Formate Sie sich von uns wünschen, und bieten Ihnen schon heute einen offenen Gesprächskanal an.

BSW

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